Test-Driven Automation und Condition Monitoring in der Systemumgebung logi.cals
Projekt-Koordinator: logi.cals kirchner SOFT GmbH
Das Ziel der "testgetriebenen Automatisierung": Automatisierungstechniker mit einem neuartigen integrierten Entwicklungsprozess bei der Bewältigung der ungebremst steigenden Komplexität der Erstellung komplizierter und umfangreicher Automatisierungsprojekte auf der Basis IEC 61131-3 und IEC 61499 zu unterstützen.
Referenzarchitektur
Basis ist eine neu entwickelte Referenzarchitektur, die mit der Verwendung von 4 Subkomponenten (Automation, Diagnose, Test, Condition Monitoring) und einer 3-dimensionalen Schnittstelle (Inter-Komponenten, Intra-Komponenten, Inter-Tool) eine Lösung für die Anforderungen bietet.
Der Ingenieur soll ein Framework nutzen können, das die Qualität der Arbeitsergebnisse bei gleichzeitiger Reduktion des Aufwands erhöht. Dieses Ziel ist u. A. durch den Einsatz von automatisierten (aktionswort-basierten) Tests zu erreichen.
Prozess
"Test-Driven" Development als Methode im Prozess der "Test-Driven Automation" ist die Grundlage für kontinuierliche Integration (Continuous Integration) und Test-Strategien

Aktionswort-basierter (automatisierter) Test
Testanweisungen in Prosa haben ebenso wie "programmierte" Testanweisungen Vor- und Nachteile:
| Testanweisung | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| in Prosa | für Tester verständlich | nicht automatisierbar |
| "programmiert" | automatisierbar | setzt Programmierkenntnisse voraus |
| Die Lösung ("best of the 2 worlds"): | |
|---|---|
| Aktionswort-basierter Test (Keyword-driven test) |
so formal wie nötig, so verständlich wie möglich Vorteile: - Testfall bleibt für den Tester lesbar - automatische Abarbeitung ist möglich |
Auch Condition Monitoring (laufende Beobachtung des Zustandes der Anlage bzw. der Anlagenkomponenten) ist als Diagnose-Komponente Teil der Referenz-Architektur.
Condition Monitoring-Funktionalität für höchstmögliche Produktivität durch Zustandsüberwachung nach der Inbetriebnahme einer Anlage wird demnach auch bereits während der Entwicklung in Steuerungsapplikationen eingebunden. Bei systematischer und strukturierter Integration von Zustandserfassungen können diese durchaus auch als Supporttechnik für die (Weiter-)Entwicklung des Produktes und/oder des Prozesses genutzt werden. Die Ergebnisse des Condition Monitoring stellen eine wichtige Informationsquelle dar.